Du betrittst einen Raum – sei es eine Familienfeier, das Vereinsheim oder der gefüllte Schulungsraum – und im selben Moment spürst du den Impuls, am liebsten sofort wieder umzudrehen.

Ohne dass auch nur ein einziges Wort gesprochen wurde, weißt du augenblicklich:

  • Wer gerade mit wem unlösbare Konflikte hat

  • Wer einen extrem harten Tag hinter sich hat

  • Welche ungesagte Anspannung in der Luft liegt

Als feinfühliger oder hochsensibler Mensch nimmst du die Stimmungen im Raum auf wie ein Schwamm. Plötzlich fühlt sich dein ganzer Körper tonnenschwer, unwohl und vollkommen überfordert an.

Was tust du also, um der Situation zu entkommen, ohne unhöflich zu wirken oder dich rechtfertigen zu müssen?

Du schnappst dir deinen Hund und sagst lächelnd in die Runde: „Wir müssen kurz eine Runde raus, er muss mal.“


Der Hund als Rettungsanker: Wenn das Wasserglas voll ist

In genau diesem Moment wird dein Hund zu deinem persönlichen Rettungsanker. Er gibt dir einen triftigen, von allen sofort akzeptierten Grund, die Tür hinter dir zuzumachen und endlich tief durchzuatmen. Und weißt du was? Das ist völlig verständlich.

Wenn dein inneres Wasserglas durch all die Reize und fremden Emotionen überläuft, sucht dein Nervensystem händeringend nach Schutz. Dein Hund ist in diesem Augenblick dein vertrautester Anker und dein sicherster Hafen.

Du musst dich dafür keineswegs schämen. Es ist im Grunde eine ziemlich schlaue und kreative Schutzreaktion deines Körpers, um einer Überforderung zu entgehen.

Warum Euer Gassi Erholung sein darf und keine Flucht

So verständlich diese Reaktion ist: Du darfst lernen, diesen Schritt einen kleinen Moment früher und viel bewusster zu machen.

Du musst deinen Hund nicht vorschieben, um deinen eigenen Rückzug vor anderen Menschen zu rechtfertigen. Du hast das absolute Recht, Räume oder Situationen zu verlassen – einfach, weil DU dich unwohl fühlst. Ganz ohne Ausrede, ganz ohne vorgeschobene Gründe.

Denn euer Spaziergang darf wirkliche Erholung für euch beide sein und nicht nur deine notfallmäßige Flucht aus dem Raum. Wenn du ständig deinen Hund brauchst, um dich zu schützen, überträgt sich auch deine innere Unruhe unbemerkt auf ihn.

Echte Selbstfürsorge bedeutet, zu den eigenen Grenzen zu stehen

Selbstfürsorge für dich und deinen Hund bedeutet nicht nur, Entspannungsübungen zu machen. Es bedeutet vor allem:

  • Zu deinen eigenen Grenzen zu stehen – ohne schlechtes Gewissen.

  • Räume und Situationen erhobenen Hauptes zu verlassen, die dir nicht guttun.

  • Dir selbst die Erlaubnis zu geben, deiner feinen Wahrnehmung voll und ganz zu vertrauen.

Wenn du merkst, dass du dich unwohl fühlst, darfst du sagen: „Ich merke, ich brauche gerade etwas frische Luft und eine Pause.“ – ganz für dich selbst.

Du möchtest lernen, deine Grenzen klar und entspannt zu halten?

Fällst du oft in alte Muster zurück und schiebst deinen Hund vor, weil der Leistungsdruck und die Angst vor den Blicken der anderen noch zu laut sind?

In meinem 1:1-Coaching „Sicher in mir“ schauen wir uns gemeinsam an, wie du dein Nervensystem in stressigen Momenten regulierst. Du lernst, deine Grenzen wahrzunehmen und einzustehen, damit du und dein Hund Seite an Seite echte Ruhe finden könnt.

Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu begleiten.

Liebe Grüße

Deine Monique 

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