Wir lieben sie und trotzdem rauben sie uns den letzten Nerv.

Wir albern mit ihnen herum und doch brauchen sie Grenzen.

Wir schenken ihnen alles, aber eigentlich brauchen sie nur Verständnis und Liebe.

Nein, die Rede ist nicht von Kindern, sondern von Hunden. Hast du dich und deinen Hund wiedererkannt?

Vom Vorzeigehund zum „Problemhund“: Wenn die Pubertät zuschlägt

Als wir mit Ted in der Welpen- und Junghundeschule waren, war er ein absoluter Vorzeigehund. Er hat brav den Dummy apportiert, obwohl wir das noch nie mit ihm geübt hatten (typisch Retriever, oder?) und hielt sich aus allen Streitigkeiten raus. So einen Hund wollte ich schon immer!

Und dann kam die Pubertät und mit ihr das Bellen: andere Menschen, andere Hunde. Alles doof!

Mit so einem Hund ins Restaurant? Bloß nicht! Also blieb Ted immer mehr zuhause, während wir mit schlechtem Gewissen im Restaurant saßen.

Was hilft gegen Stress beim Hund? Warum Ratgeber oft versagen

Ich begann Bücher und Foren zu lesen: Was kann man gegen Stress beim Hund tun? Wie kriege ich meinen Hibbelhund beruhigt? Was tun, wenn der Hund aufgeregt ist? Aber alles lesen half nichts, denn aufgeregt blieb Ted immer noch.

Bis ich an meiner eigenen inneren Ruhe übte und mir auffiel, wie viele Erwartungen wir Menschen an unsere Hunde hatten:

  • Er soll brav im Restaurant liegen bleiben, während man selbst die Umgebung abscannt und innerlich unruhig ist.

  • Er soll perfekt an der Leine laufen, obwohl man den entgegenkommenden Halter und Hund merkwürdig findet.

  • Er soll an allen Hunden vorbeilaufen, auch wenn er andere Hunde wegen ihrer äußeren Merkmale nur schlecht lesen kann.

Der Spiegel-Effekt: Wie deine Ruhe auf den Hund wirkt

Und plötzlich bemerkte ich immer mehr, wie meine Gedanken und meine Ruhe sich auf Ted auswirkten. Ich ertappte mich dabei, wie ich lachen musste, wenn Ted den Kopf hob und die Ohren spitzte, wenn ich von Weitem einen Hund angerannt kommen sah. Ich ertappte mich, wie ich bewusst einem Hund-Mensch-Team aus dem Weg ging, wenn ich einen schlechten Tag hatte.

Ich erkannte, dass weder ich noch Ted alles zu jeder Zeit und überall aushalten müssen.

Ich erkannte, dass Hunde auch nur begrenzte Kapazitäten haben und wenn diese voll sind, können sie keine klaren Gedanken mehr fassen.

Ich erkannte, dass jeder Mensch und jeder Hund andere Bedürfnisse haben und erst wenn wir uns dieser bewusst sind und diese berücksichtigen, eine tolle Beziehung zwischen uns und unseren Hunden entstehen kann.

Workshop „Achtsamkeit mit Hund“: Mehr Gelassenheit im Alltag

Seitdem glaube ich, dass die lauten Hund bei den leisen Menschen landen, um ihnen ihre Grenzen und Bedürfnisse zu zeigen. Hast du auch solch einen lauten Hund?

In meinem Workshop „Achtsamkeit mit Hund“ möchte ich dir zeigen, was euch als Team ausmacht, welche Stärken ihr habt und was ihr schon gemeinsam erreicht habt. Außerdem gebe ich euch praktische Tipps, wie ihr mehr Ruhe in euren Alltag bringen könnt – ohne extra Zeitaufwand auf dem Gassigang. Ich freue mich, wenn du dabei bist: Der nächste Termin ist der 22.11.26 in der Volkshochschule Pirna (Buchung über VHS Website).

Liebe Grüße

Monique

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