Du kommst von einem anstrengenden Tag nach Hause, schnappst dir die Leine, rennst im wahrsten Sinne des Wortes los und euer Gassigang wird mal wieder zum Spießrutenlauf: Bellen, in die Leine springen, Hunden ausweichen.

Erkennst du dich darin wieder? Was dein Hund in solchen Momenten tut, ist deinen Stress zu spiegeln. Weder dein Hund noch ich möchten dir damit Schuldgefühle machen. Vielmehr möchte ich dir zeigen, warum ihr beiden in solchen Momenten biologisch gar nicht anders könnt, als einen anstrengenden Gassigang zu erleben.


Warum dein Hund deinen Stress an der Leine spiegelt

Dein Hund nimmt viele Signale deiner Körpersprache wahr – etwa deine Muskelspannung, dein Tempo, deine Stimme und deine Leinenführung. Eure Nervensysteme checken sich ununterbrochen gegenseitig ab.

Metaphorisch kannst du dir das vorstellen wie bei einer Stimmgabel: Wenn man eine Stimmgabel anschlägt, fängt eine baugleiche Stimmgabel im selben Raum automatisch an, auf demselben Ton mitzuschwingen.

Genauso schwingen die Nervensysteme eines hochsensiblen Menschen und eines sensiblen Hundes auf derselben Frequenz. Schwingst du in Hektik und innerem Stress, schwingt dein Hund unweigerlich mit.

Beim klassischen Leinenführigkeitstraining bekam ich früher oft den gut gemeinten Rat: „Du musst einfach ruhig bleiben.“

Das ist allerdings leichter gesagt als getan, wenn man eigentlich alles richtig machen will und sich selbst im Inneren ohnehin schon unglaublich viel Druck macht. Das Nervensystem lässt sich nun mal nicht einfach auf Knopfdruck abschalten.


Reflexionsübung: für mehr Entspannung mit Hund

Probiere es einmal mit dieser Reflexionsübung:
Wenn dein Hund deine aktuelle Energie in genau diesem Moment an der Leine mit einem einzigen Wort beschreiben müsste. Welches Wort würde er wählen? Hektisch? Angespannt? Abwesend? Oder vielleicht schlicht überfordert?

Nimm dieses Wort wahr, ohne dich dafür zu verurteilen. Dein Hund kennt dich schließlich am besten, nicht wahr? Und dein Hund würde dich nie für deine Gefühle verurteilen. Mache das bitte selbst auch nicht!

Nimm diesen Impuls am besten immer mit auf eure Gassigänge. Checke in Situationen, die aufregend, stressig oder unruhig sind bei dir ein und nimm wahr, was in dir los ist. Das braucht nicht viel Zeit und nicht mal eine Pause auf dem Spaziergang mit deinem Hund. Während dein Hund schnüffelt, kannst du diesem Impuls nachspüren.


Mehr Ideen für einen entspannteren Alltag mit deinem Hund

Du liebst deinen Hund und doch fühlt sich dein Alltag oft voll, laut und erschöpfend an? Zwischen Verpflichtungen, Gedankenkarussell und dem Gefühl, allem gerecht werden zu müssen, bleibt kaum Zeit für dich? Mein Workbook hilft dir, den Gassigang im wahrsten Sinne des Wortes zum Durchatmen zu nutzen und dein Selbstwertgefühl im Umgang mit deinem Hund zu stärken. Schau mal hier.

Wenn du spürst, dass du gern viel öfter den Fokus auf die schönen Dinge zwischen dir und deinem Hund legen möchtest, dann empfehle ich dir meine Workshop: Authentisch zusammenwachsen. Darin werden wir eure Stärken herausarbeiten und uns anschauen, ob deine (negative) Selbstwahrnehmung wirklich zum Bild passt, das andere von euch haben. Am Ende des Workshops wirst du ein "Team-Manifest" in den Händen halten, um nie mehr zu vergessen, was für ein tolles Team ihr seid. 

Ich freu mich auf dich und deinen Hund.

Liebe Grüße

Deine Monique

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