Du kommst von einem anstrengenden Tag nach Hause, schnappst dir die Leine, rennst im wahrsten Sinne des Wortes los und euer Gassigang wird mal wieder zum Spießrutenlauf: Bellen, in die Leine springen, Hunden ausweichen – einfach, weil deine eigenen Kapazitäten schon vor dem Spaziergang völlig erschöpft waren. Erkennst du dich darin wieder? Was dein Hund in solchen Momenten tut, ist deinen Stress zu spiegeln. Weder dein Hund noch ich möchten dir damit Schuldgefühle machen. Vielmehr möchte ich dir zeigen, warum ihr beiden in solchen Momenten biologisch gar nicht anders könnt, als einen anstrengenden Gassigang zu erleben.
Wenn die Leine zum Stimmungsbarometer wird: Wie dein Hund deinen Stress spiegelt
Dein Hund liest dich permanent: Er registriert deine Muskelanspannung, deinen Atem und deinen Herzschlag. Eure Nervensysteme checken sich ununterbrochen gegenseitig ab. Du kannst dir das vorstellen wie bei einer Stimmgabel: Wenn man eine Stimmgabel anschlägt, fängt eine baugleiche Stimmgabel im selben Raum automatisch an, im gleichen Ton mitzuschwingen. Genauso schwingen die Nervensysteme einer hochsensiblen Frau und eines sensiblen Hundes auf derselben Frequenz. Schwingst du in Hektik und innerem Stress, schwingt dein Hund unweigerlich mit
Das eigentliche Problem ist dabei weder dein aktueller Alltagsstress noch dein Hund selbst. Die Ursache liegt meist viel tiefer. Schauen wir uns dazu mal zwei typische Phänomene an, die im Alltag mit sensiblen Hunden besonders häufig auftreten:
Grenzen setzen & Gefühle unterdrücken:
Fällt es dir im Alltag schwer, „Nein“ zu sagen und deine eigenen Grenzen liebevoll, aber konsequent zu wahren? Dein Hund spiegelt dir das vielleicht, indem er deine Grenzen im Haus ignoriert, Ressourcen verteidigt oder auf Spaziergängen sehr territorial agiert. Vielleicht reagierst du in deiner Überforderung dann manchmal ungewollt ungehalten oder streng, obwohl du das gar nicht willst und fragst dich danach frustriert, wie du es endlich schaffst, klar und souverän in deiner (Körper-)Sprache zu sein.
Unterdrückte Emotionen:
Du funktionierst nur noch und erlaubst dir selbst nicht, auch mal traurig, wütend oder erschöpft zu sein? Dein Hund wird plötzlich extrem unruhig, winselt oder „hibbelt“ scheinbar ohne ersichtlichen Grund herum. Er bringt im Außen genau den Druck zum Ausdruck, den du in deinem Inneren wegzudrücken versuchst. Diese Unruhe führt bei dir wiederum zu Schuldgefühlen, weil dein Hund bellt und scheinbar andere stört. Ein ewiger, kräftezehrender Kreislauf beginnt.
Raus aus der Schuld-Falle und dem ewigen Kreislauf der Anspannung
Ich kenne beide Situationen aus meiner eigenen Geschichte nur zu gut. Es war mir früher unglaublich unangenehm, wenn mein Rüde Ted lautstark gebellt hat und alle Menschen sich im Park nach uns umdrehten.
Beim klassischen Leinenführigkeitstraining bekam ich dann oft den gut gemeinten Rat: „Du musst einfach ruhig bleiben.“ Das ist allerdings leichter gesagt als getan, wenn man eigentlich alles richtig machen will und sich selbst im Inneren ohnehin schon unglaublich viel Druck macht. Das Nervensystem lässt sich nun mal nicht einfach auf Knopfdruck "abschalten".
Vom Druck zur inneren Sicherheit: Mein Weg mit Ted und mein Angebot für dich
In meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung durfte ich feststellen, welche alten Glaubenssätze Ted in mir zum Aufflammen gebracht hat und wie liebevoll er mir dadurch immer wieder den Spiegel vorhielt. Er hat mir gezeigt, wo ich noch genauer hinschauen durfte. Sowohl das hundegestützte Coaching als auch das NESC-Coaching (Neurosystemische Integration, die auf der Ebene des Nervensystems ansetzt) haben mich meine eigenen Themen nicht nur erkennen, sondern auch nachhaltig lösen lassen. Diese beiden wertvollen Ansätze vereine ich nun in meinem ganzheitlichen Coaching-Konzept.
Wenn dir dieser Blogbeitrag aus dem Herzen gesprochen hat und du dich und deinen Vierbeiner darin wiedererkannt hast, lade ich dich von Herzen ein, mehr über mein Coaching-Programm Sicher in mir zu erfahren.
Lass uns gemeinsam die Botschaften deines Hundes entschlüsseln, deinem Nervensystem die Sicherheit zurückgeben, die es braucht, und einen ganz neuen, entspannten Blick auf dich und deinen Hund wagen. Ich freue mich darauf, dich ein Stück deines Weges zu begleiten!
Liebe Grüße
Deine Monique
