Du sitzt im Auto auf dem Parkplatz des Hundeplatzes, atmest tief ein und redest dir gut zu: "Bleib ruhig. Atme aus. Heute machen wir das richtig."
Dabei kennst du dieses unruhige Gefühl im Magen genau. Du nimmst die Leine in die Hand, steigst aus und Sekunden später passiert genau das, was du den ganzen Weg befürchtet hast: Dein Hund fängt an zu bellen, springt in die Leine, ist völlig außer sich.
In deinem Kopf rattert es sofort los:
„Was denken die anderen jetzt über mich?“
„Warum kriege ich das einfach nicht hin?“
„Ich bin wohl einfach keine gute Hundehalterin...“
In diesem Moment ist dir das Ganze einfach nur furchtbar peinlich, stimmt´s?
Die Sehnsucht nach dem Aufgeben und das schlechte Gewissen
Genau an diesem Punkt stand neulich eine Coaching-Teilnehmerin bei mir. Sie saß nach einer solchen Situation im Auto und hat sich ernsthaft gefragt, ob sie überhaupt noch einmal zum Training fahren soll. Der Druck war einfach zu groß.
Aber sofort meldete sich das schlechte Gewissen. Denn in ihrem Kopf war da diese unerbittliche Stimme: „Wenn du jetzt nicht hingehst, bedeutet das keinen Erfolg. Du gibst viel zu schnell auf!“
Haben wir uns nicht alle schon mal so verurteilt? Wir denken, wir wären einfach unkonzentriert, zu schwach oder würden falsch trainieren.
Wenn das Nervensystem Alarm schlägt
Was meine Kundin in diesem Moment nicht wusste und was ich dir heute auch von Herzen sagen möchte: Sie war nicht schuld.
Dass ihr Hund auf dem Platz so explodierte, lag nicht an mangelndem Training. Ihr eigenes Nervensystem hatte in sekundenschnelle Alarm geschlagen und ihr alte, tief sitzende Ängste gespiegelt – vor allem die Angst vor Ablehnung und davor, verurteilt zu werden. Diese Sorge wog seit ihrer Kindheit schwer und ohne dass es ihr auch nur im Ansatz bewusst war, übertrug sich dieser innere Überlebensmodus direkt über die Leine auf ihren Vierbeiner.
Hunde sind unsere feinsten Seismografen. Sie spüren unsere Anspannung, noch bevor wir sie selbst mit dem Verstand greifen können.
Der Weg aus dem Druck: Erst der Körper, dann der Hund
Als meine Kundin verstand, dass ihre Aufregung keine Schwäche ist, sondern eine ganz normale körperliche Reaktion ihres Nervensystems, spürte sie die erste Erleichterung.
Im nächsten Schritt haben wir uns angeschaut, was sie direkt im Auto vor dem Training tun kann, um ihr eigenes Nervensystem zu beruhigen. Keine Kommandos für ihren Hund, sondern kleine, einfache Übungen für ihre innere Sicherheit.
Und weißt du, was passierte? Ihr Hund war „plötzlich“ wie ausgewechselt: viel ruhiger, klarer und ansprechbarer.
Woran lag das? Der Körper meiner Kundin hat ihrem Hund keine Gefahr mehr ausgesandt, sondern Klarheit, wie sie mit der Situation umgehen kann. Das gab nicht nur ihr selbst, sondern auch ihrem Hund Sicherheit.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen
Du musst dich nicht länger für deine Aufregung schämen. Du musst nicht jeden Tag perfekt funktionieren und du musst auch nicht jede schwierige Situation im Alleingang durchstehen.
Wenn du merkst, dass du den ständigen Leistungsdruck, die Blicke von außen und die Schuldgefühle auf der Hundewiese satt hast, dann lass uns gemeinsam hinschauen. In meinem 1:1-Coaching „Sicher in mir“ begleite ich dich Schritt für Schritt dabei, dein eigenes Nervensystem zu verstehen, alte Lasten loszulassen und wieder einen entspannten Draht zu deinem Hund zu finden – ganz ohne Druck, in deinem ganz eigenen Tempo.
Lass uns in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch ganz in Ruhe quatschen und schauen, wie ich euch begleiten darf.
Liebe Grüße
Deine Monique
